Mittwoch, 6. September 2017

Me Made Mittwoch Nr. 149

 
Nach der Sommerpause des MeMadeMittwoch und nach meiner noch längeren Blogpause, melde ich mich zurück. 
Beim MeMadeMittwoch ist heute Mottotag: „Mein schönstes Fereinerlebnis“. 
Ich bin ja in der glücklichen Lage, dass ich noch Ferien habe, das heißt, mein schönstes Erlebnis könnte noch kommen oder zumindest das schönste Erlebnis, das ich fotographisch festgehalten habe. Denn wenn ich mich für eines meiner schönen Ferienerlebnisse, als das schönste entscheiden muss, dann würde ich eines wählen, wo ich leider meinen Foto vergessen habe.
Ich war mit der Familie Wandern in der Schweiz und eine längere Wanderung hat mir am besten gefallen. Wir sind dabei über den Pass Diesrut zur Greina und weiter zur Terrihütte und zurück gelaufen. Die Greina ist sehr beeindruckend und wir hatten dazu noch perfektes Wetter, außerdem war ich natürlich super stolz wie gut und sicher meine Kinder gelaufen sind. Anders als die meisten Wanderer, bin ich dabei, wenn es das Wetter zulässt, immer im selbst genähten Rock unterwegs. So schlage ich nun den Bogen zu der Kleidung, die ich heute zeige.


Die Fotos sind schon etwas älter, aber ich habe dieses Outfit oft und gerne den Sommer über getragen. Der Rock ist nach dem Schnittmuster „Patsy“ von Seamwork, aus einem blau weiß gestreiften Baumwollstoff, den ich aus dem Nachlass einer Schneiderin geschenkt bekommen habe, genäht. Das Schnittmuster finde ich sehr schön, aber es fällt recht weit aus. Ich habe die kleinste Größe gewählt, aber einiges noch weg genommen. 


Für das Oberteil habe ich das Schnittmuster „Skipper Tunic“ von Papercut Patterns gewählt, weil ich den Ausschnitt so schön fand. Ich habe einen Stoff aus meinem Lager gewählt, der aus zwei übereinander liegenden dünnen Stoffen besteht. Am Oberteil habe ich keine Änderungen vorgenommen, ich könnte mir vorstellen, auch noch eine andere Variante der Skipper Tunic zu nähen.

Von welchen Ferienerlebnissen die anderen Teilnehmerinnen beim MMM berichten, das könnt ihr hier nachlesen.

Julia

Mittwoch, 5. Juli 2017

Me Made Mittwoch Nr. 148

Bevor sich der MeMadeMittwoch in die Sommerpause verabschiedet, schaffe ich es doch tatsächlich mal wieder mit zu machen. Heute geht es dabei wieder traditionell um das Thema „Ich packe meinen Koffer...“. 
Ich packe meinen Koffer erst in einigen Wochen, aber trotzdem könnte ich mir vorstellen, dass ich dieses Kleid mit einpacke.



Es ist aus einem dickeren Strickstoff, der vermutlich einen hohen Baumwollanteil hat, ansonsten Poly und Elasthan. Außerdem ist ein Glitzerfaden in den dunkelblauen Streifen mitgestrickt und erstaunlicherweise kratzt dieser gar nicht. Ich habe den Stoff beim Sonderverkauf des hiesigen Oberbekleidungsherstellers erworben und bin bisher ganz angetan.

Das Schnittmuster des Kleides nennt sich „Solange“ und ihr findet es in der La Maison Victor Juli/August 2017. Der Schnitt lässt sich gut nähen und die Passform ist o.k., auch wenn bei mir jetzt kein Schlankmachkleid entstanden ist. (Vielleicht hätte ich wie Obelix Längsstreifen nehmen sollen....)


Im Rückenteil befindet sich ein sichtbarer Reißverschluss. Der Reißverschluss hat mehr dekorativen Charakter, denn Anziehen kann ich das Kleid auch bei geschlossenem Reißverschluss.

Ich finde aber, dass dieser sichtbare Metallreißverschluss, den Schnitt erheblich aufwertet, daher hatte ich mich auch entschlossen, mich brav an die Anleitung zu halten und nicht nur schnell schnell fünf Teile zusammenzunähen. 



Neben dem Reißverschluss hat das Kleid nämlich auch noch Nahttaschen, die man vielleicht erahnen kann. 


Die Anleitung war gut verständlich und wenn ich nicht einen zu breiten Vliesstreifen im Bereich der Reißverschlussansatznaht aufgebügelt hätte, dann sähe die Innenverarbeitung mit dem Ripsband und dem Schrägband, hier auch recht ordentlich aus. Aber ich will jetzt nicht motzen, ich bin zufrieden.





So, nun aber die Urlaubsgarderobe der anderen MMM-TeilnehmerInnen angeschaut.




Julia

Donnerstag, 29. Juni 2017

Grande Arche Bluse und Rock

Ja, mich gibt es noch und ja, ich nähe auch noch- und es sieht so aus, als ob ich auch noch blogge ;-).



Ich habe sogar mal was Neues ausprobiert, ich habe zwei Schnitte "Probe" genäht.
Julia von Sewionista hat zwei Schnittmuster, den Rock Grande Arche und Grande Arche Bluse und Kleid, erstellt, die man bei ihr käuflich erwerben kann. Daneben gibt es bei ihr auch noch ein Freebie, ein Top, das ich noch nicht genäht habe, aber das auch mal was für den Sommer wäre.
Ich habe Julia erstmals auf der Annäherung Süd 2015 persönlich kennen gelernt, dort haben wir uns sehr nett unterhalten und sie hat mir sehr gute Tipps beim Nähen meines Blazers gegeben. Daher habe ich mich gleich gemeldet, als sie im Winter ProbenäherInnen für ihren Rock Grande Arche gesucht hat.
Ich habe mir diesen Rock aus einem karierten Wollstoff genäht, den ich hier noch nicht gezeigt habe und der gerade eingelagert ist, und war sehr begeistert vom Schnitt. Ich musste überhaupt nichts ändern, der Schnitt saß einfach perfekt bei mir.
Jetzt hat Sewionista ihr zweites Schnittmuster herausgebracht und nachdem ich so gute Erfahrungen mit dem Rock gemacht habe, war ich gleich dabei, als sie SchnitttesterInnen suchte. Ich war sehr neugierig, ob mir die Bluse genauso gut passen würde wie der Rock und ich wurde nicht enttäuscht.
Aber schaut selbst:




Ich habe für das Oberteil einen alten Viskose (?) –Stoff verwendet, den ich mit zig anderen Stoffen vor einiger Zeit geschenkt bekommen habe. 
Sie sind aus dem Nachlass einer Schneiderin und es sind sehr viele schöne Stoffe dabei gewesen, von denen ich auch inzwischen schon einige vernäht habe, teils für die Kinder, aber auch für mich. 
Auf Instagram bezeichne ich sie immer als die „Nachlass“Stoffe.
Der Stoff ist gut für den Schnitt geeignet und ich bin mit dem Oberteil sehr zufrieden.


Der Rock ist nun meine erste Sommerversion des Rock Grande Arche. Ich habe ihn nicht gefüttert und einen festeren Baumwollstoff (?) verwendet. Diesen Stoff habe ich bei Manomama gekauft, als Frau Trinkwalter Restpakete angeboten hatte. Ich vermute mal, dass dieses Gewebe für Taschen verwendet wurde, aber es macht sich hier sehr gut als Rockstoff.
Ich bin mir sicher, dass ich mir noch weitere Grandes Arches nähen werde, für die nächste Bluse wage ich mich an eine schöne Seide, die mir meine Schwester aus China mitbrachte.

Julia

Freitag, 7. April 2017

Newcastle Cardigan


Monika lädt wieder zur HerrMann-Aktion ein, wo selbst gefertigte Männerbekleidung über eine Linksammlung präsentiert werden kann.
Nachdem ich festgestellt habe, dass ich sehr wohl auch einiges für meinen Mann genäht habe, das ich noch gar nicht gezeigt habe, bin ich diesmal mit dabei.


Leider wieder mit nichts Neuem, denn den Cardigan habe ich im Frühherbst genäht, aber dafür mit schon Bewährtem.
Diese Jacke ist die zweite, die ich nach dem Schnittmuster „Newcastle Cardigan“ von Thread Theory für meinen Mann genäht habe. (Die erste habe ich gar nicht auf dem Blog gezeigt, ich muss mal nachsehen wie die inzwischen noch in Schuss ist.)


Ich habe einen etwas dickeren Strickstoff mit Struktur in dunkelblau verwendet und Kragen und Schulterpassen aus einem leichteren grauen Strickstoff genäht. Den dunkelblauen Stoff hatte ich im September bei dem gleichen Fabrikverkauf erstanden, wo ich auch das Schlangenimitat erwarb.


Die Jacke stellt nähtechnisch keine großen Herausforderungen, lediglich die Knopflöcher im Strickstoff können Probleme machen. Die Belege sind an der Jacke mit Vlies verstärkt, ich lege
allerdings beim Knopflöcher nähen bei solchen Stoffen immer noch ausreissbares Stickvlies unter die für die Knopflöcher markierten Stellen. So hatte ich bei dieser Jacke keine Schwierigkeiten saubere Knopflöcher zu nähen.
Mein Mann mag die Jacke sehr und gerade jetzt wird sie wieder häufig getragen.



Mehr Männersachen findet ihr bei Monika. Danke für die Organisation!

Julia

Mittwoch, 5. April 2017

Me Made Mittwoch Nr. 147


 
Der heutige MeMadeMittwoch steht im Zeichen des Frühlings und so zeige ich heute meine neue Frühlingsjacke.

Im Frühling zugeschnitten, im Frühling genäht und im Frühling getragen.

Mehr Frühling geht grade nicht, obwohl, die Bilder sind im frühlingshaften Garten bei bestem Frühlingswetter entstanden und der Schnitt der Jacke war in der Ottobre 2/2017 Frühjahr/Sommer. Nun ist aber gut.



Ich habe mir also eine Jacke für die Übergangszeit genäht, weil ich der Meinung war, ich brauche eine Jacke, die ein bisschen Wind abhält, aber nicht steppgefüttert und aus Wolle ist.

Meine Wahl fiel auf Schnitt Nr. 12 „Bomber“ aus der aktuellen Ottobre woman und irgendwie kam mir zu diesem Schnitt dieses weiche Schlangenlederimitat in den Sinn, das ich im Herbst bei einem Fabrikverkauf erstanden hatte.



Der Schnitt war gut umzusetzen und der Stoff ließ sich, trotz Bedenken im Vorfeld, sehr gut nähen – keine „Transportprobleme“!

Ein bisschen aufgehalten habe ich mich bei der Auswahl der Bündchenware. Nachdem ich aber dann alle Familienmitglieder befragt hatte, fiel die Entscheidung für dieses etwas dunkler rote Bündchen.

Bis auf das Kürzen des Reißverschlusses war die Jacke ganz schnell genäht und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Es kommt selten vor, aber hier hatte ich schon bei der ersten Anprobe der fertigen Jacke das Gefühl, dass das die Jacke ist, die mir im Moment noch gefehlt hat.



Bomberjacken oder Blousons – keine Ahnung, was der Unterschied ist, ich würde aber tendenziell sagen, dass eine Bomberjacke vermutlich aus Nylon ist, während ein Blouson die Grundform beschreibt, aber aus unterschiedlichen Stoffen gefertigt sein kann- sind ja gerade recht aktuell und ich überlege, ob ich vielleicht noch eine mit Blumenmuster brauche?

Mal sehen wie sich diese nun tatsächlich bewährt.


Mehr Frühlingsgarderobe findet ihr wieder beim MMM.



Julia

Sonntag, 26. März 2017

Erfahrungen mit dem Boylston Bra

In meinem letzten Post habe ich über den Schnitt „Harriet Bra“ von Cloth Habit geschrieben. Das ist momentan mein liebstes Schnittmuster für BHs und es hat meinen bisherigen Favoriten, das Schnittmuster „Boylston Bra“ von Orange Lingerie, abgelöst.
Doch auch der Boylston Bra ist bei mir nach wie vor sehr beliebt, wobei ich aber festgestellt habe, dass ich die BHs nach diesem Schnittmuster unterschiedlich gerne trage.
Es hängt vermutlich aus der Kombination der verschieden Materialien für Oberstoff und Laminat zusammen. 
Ich hatte ja beim BH Sew Along verschiedene Stoffe für BHs und unterschiedliche Laminate vorgestellt und nun, mit einiger Trageerfahrung kann ich sagen, es liegt an der Kombination.
Besonders bequem und auch optisch gut aussehend ist bei mir die Kombination glatter Microfaserjersey und etwas dickeres mit Baumwolle belegtes Laminat oder feiner Baumwolljersey mit dünnerem Laminat, das eine glatte Oberfläche hat.
Ich trage sehr gerne meinen ersten Boylston Bra, den ich aus einem Rest geblümten Jersey, der vermutlich ein Mischgewebe Baumwolle/Poly ist, genäht habe, gefüttert mit einem dünnen Laminat, das eine glatte Oberfläche aus Kunstfaser hat.



Schon fast zu oft getragen, weil sehr beliebt, ist dieser Boylston Bra:



Genäht aus einem feinem Microfaserstoff und mit Baumwolle belegtem Laminat.



Auch bei diesem BH, den ich gerne anziehe, habe ich einen Microfaserstoff als Oberstoff genommen und ein etwas dickeres Laminat, das eine Seite mit Baumwolljersey hat.

Weniger gern trage ich diesen BH:


Er hat einen Oberstoff aus Baumwolle und ein mit Baumwollstoff belegtes Laminat.

Aus diesen Erfahrungen habe ich mir vor einiger Zeit ein Set genäht, das einen Microfaserstoff als Oberstoff hat und ein Laminat mit Bauwolloberseite. Funktioniert auch hier gut und das Set reiht sich in die Reihe, der beliebten BHs ein.




Ob das nun für mich schon der Weisheit letzter Schluss ist, das weiß ich nicht. Das BH-Nähen ist immer für eine Überraschung gut, aber je mehr Erfahrung man beim Nähen sammelt umso mehr Spaß macht es auch weiter zu experimentieren.
Ich habe noch ein paar Schnittmuster, die ich auch noch ausprobieren möchte.
Andererseits habe ich den "Harriet" noch lange nicht satt...

Julia

Donnerstag, 23. März 2017

Harriet Bra

Vor einiger Zeit hat Amy von Cloth Habit ein neues BH-Schnittmuster herausgebracht, den „Harriet Bra“. Kaum hatte ich die ersten Schnittzeichnungen und Modelle gesehen war mir klar, diesen BH-Schnitt werde ich mir zulegen müssen. Ja müssen, denn die Linienführung am Cup ist einfach super schön.
Mein Bestellfinger war also flott bei der Sache und sobald es mir zeitlich möglich war, das ist leider momentan ein ganz arges Problem bei mir, Zeit zum Nähen zu finden :( , habe ich das Schnittmuster ausprobiert.
Die Größen fallen etwas anders aus als beim Boylston und Marlborough Bra, stimmen aber mit der angegeben Maßtabelle überein. Trotzdem habe ich mein erstes Probestück eine Nummer zu klein genäht, weil sich bei mir die Cupgrößen um zwei Nummern zu den BHs von Orange Lingerie unterscheiden und das wollte ich am Anfang nicht so recht glauben.
Konkret, bei Boylston und Marlborough habe ich 34 A, bei Harriet 30C, weil hier die Größe des Unterbrustbandes der gemessenen Unterbrustweite entspricht.
Nachdem mein zweites Probestück dann 1a gepasst hat, habe ich einen BH nach Version C genäht.


Ich entschied mich für eine Spitze, die in der Mitte kein durchgehendes „Spitzenmuster“ aufwies, sowie ein leichtes Powernet mit Muster. Zum Füttern verwendete ich ein leichtes Wirkfutter.
Die Anleitung ist sehr ausführlich und gut geschrieben und damit leicht verständlich. Ich habe zwar schon mit Laminat gefütterte BHs genäht, aber mit Stoff komplett abgefütterte noch nicht. Ich bin sehr begeistert darüber wie sauber nun die BHs überall innen aussehen und ich werde vermutlich nur noch komplett abfüttern. Bei Unterwäsche ist mir irgendwie wichtiger als bei Oberbekleidung, dass die Innenseite sauber verarbeitet ist.


Nachdem das Abfüttern bei der „harmlosen“ Spitze so gut geklappt hat, entschied ich mich nun einen BH komplett aus Spitze zu nähen.
Ich hatte erst überlegt, den einem dünnen BH mit einem hautfarbigen Wäschefutter zu füttern, mich dann aber um entschieden und einen Microfaserjersey in blau verwendet. Es sah als Untergrund einfach hübscher aus und daher habe ich es mal ausprobiert. 


Der Microfaserstoff war dünn genug, nicht aufzutragen, wobei ich aber auch eifrig die Nahtzugaben gekürzt habe und lies sich auch ganz passabel verarbeiten.


Passend zum BH habe ich mir noch aus dem Microfaserjersey und Resten der Spitze zwei Unterhosen genäht. Dabei habe ich wieder den Schnitt „Geneva“ von Seamwork verwendet und diesen nach oben 2cm verlängert.


Sandra hat sich auch einen Harriet Bra genäht und dazu noch ein paar Bilder zur Passform von verschiedenen BH-Schnitten gezeigt. Das finde ich sehr interessant, denn ich bemerkte bei mir, dass der Harriet Bra, auch das ungefütterte Probemodell, eine schönere Form als der Boylston macht.

Eigentlich würde ich nun am liebsten weiter BHs nähen, aber ich brauche (!) jetzt mal eine neue Jacke für die Übergangszeit. Aber dann...

Julia